Autor


Zwischen den beiden – scheinbar weit auseinanderliegenden – Bereichen, in denen ich als Autor arbeite, gibt es eine inhaltliche Verbindung:  für Lernende schreiben, beim Schreiben selbst lernen.

Denn das tagtägliche, nie abreißende Lernen in der eigenen Muttersprache, das schrittweise Kennenlernen einer Fremdsprache und der ihr immanenten Kultur, das Lernen aus Geschichten in Büchern oder Filmen, das spontane Erleben von Literatur, Musik und Kunst  – all das führt zu einer persönlichen, sozialen, kulturellen Öffnung.

Ganz bestimmt braucht es dazu Offenheit und Sensibilität für Neues und Fremdes – Einstellungen, die beim Erarbeiten innovativer Lernmethoden und Sprachlehrbücher genauso ein Antrieb sind wie bei der erzählerischen Erfindung der „Vergangenheit“, der „Gegenwart“ oder der „Zukunft“.

Im Prozess des Schreibens lernt zuallererst die/der Schreibende, kommt dabei in ein neues Stadium zwischen Unwissenheit und Verstehen und teilt dies über ihre/seine Texte mit anderen. Und Leser*innen werden zu Lernenden, wenn das Sprachbuch oder der Roman sie dazu anregt, einen eigenen Weg für sich zu sehen und entschieden anzugehen.